
Ziel der Fassadensanierung an der Eschersheimer Landstraße 60–62 war die umfassende Revitalisierung einer in die Jahre gekommenen Bestandsfassade – bei laufendem Bürobetrieb. Besonderes Augenmerk lag dabei auf minimalen Eingriffen in die Mietflächen, einer klaren Trennung von Arbeits- und Nutzungszonen sowie der Aufrechterhaltung des täglichen Büroalltags.
Neben der gestalterischen Aufwertung standen die Verbesserung der Energieeffizienz, des Schallschutzes und des Nutzerkomforts im Fokus. Gleichzeitig sollte die architektonische Grundstruktur des Hochhauses erhalten und zeitgemäß interpretiert werden.
Die Fassadensanierung wurde von Heidersberger Fassadenbau ganzheitlich begleitet – von der Planung über die Fertigung bis zur finalen Abnahme. Bereits in der frühen Projektphase erfolgte eine detaillierte Termin- und Taktplanung, abgestimmt auf den etagen- und raumweisen Ablauf im laufenden Bürobetrieb.
Frühzeitig koordiniert wurden zudem:
Gerüstaufbau und Baustellensicherung
Verkehrsführung und notwendige Straßensperrungen
Abstimmungen mit Bauherrn, Mietern und Behörden
So konnte ein reibungsloser Ablauf mit eng verzahnten Prozessen zwischen Planung, Fertigung, Logistik und Montage sichergestellt werden.
Im Zuge der Sanierung wurden die bestehenden Aluminiumfensterflügel und Verglasungen vollständig ausgetauscht. Zum Einsatz kamen moderne Wicona-Systeme mit neu entwickelten Sonderprofilen, die präzise in die vorhandene Bestandskonstruktion integriert wurden.
Die Maßnahmen umfassten unter anderem:
Integration neuer Flügelprofile mit 3-fach-Isolierverglasung
Entwicklung und Nachweisführung der bauphysikalischen Anforderungen
(Uw-Werte, Isothermenberechnung, Schallschutz)
Modifizierung der bestehenden Profilnuten mittels Adapterprofilen
Einbau einer neuen, zeitgemäßen Beschlagstechnik
Die äußere Erscheinung des Gebäudes wurde durch eine neue Fassadengestaltung mit Blechlisenen und Blechverkleidungen deutlich aufgewertet. Dabei blieb die charakteristische Struktur des Hochhauses erhalten, erhielt jedoch eine klarere, modernere Anmutung.
Ergänzend wurde ein integriertes außenliegendes Sonnenschutzsystem realisiert, das sowohl den thermischen Komfort als auch die Aufenthaltsqualität in den Büroflächen nachhaltig verbessert.
Die Anlieferung der neuen Fensterflügel erfolgte raumweise vorkonfektioniert. Über speziell entwickelte Rollvorrichtungen wurden die Elemente schonend in die jeweiligen Etagen transportiert – stets unter Schutz des bestehenden Innenausbaus.
Die Montage erfolgte in exakt abgestimmten Schritten:
Demontage der Bestandsflügel
Vorbereitung der Bestandsblendrahmen
Einbau neuer Dichtungen und Beschläge
Montage der vorgefertigten, verglasten Flügelelemente
Feinjustierung und Übergabe an die Nutzer
Nach Abschluss der Arbeiten wurden die Büroräume gereinigt und unmittelbar wieder freigegeben.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts war das nachhaltige Rückbau- und Recyclingkonzept. Sämtliche Bestandsmaterialien wurden sortenrein getrennt – Aluminium, Glas und Dichtungen separat erfasst.
In Zusammenarbeit mit Wicona wurde das Aluminium konsequent in den geschlossenen Wertstoffkreislauf (End-of-Life Recycling / Circal) zurückgeführt. So leistet das Projekt nicht nur einen gestalterischen, sondern auch einen ökologischen Beitrag zur nachhaltigen Bestandssanierung.
Das Ergebnis ist eine langlebige, energieeffiziente und architektonisch prägnante Fassade, die das Frankfurter Stadtbild nachhaltig aufwertet. Realisiert wurden unter anderem:
über 500 neue Fensterflügelelemente
ca. 150 neue 3-fach-Isolier-Festverglasungen
rund 3.200 laufende Meter Blechlisenen
ca. 2.000 m² Blechverkleidungen
etwa 550 integrierte außenliegende Sonnenschutzelemente
Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Architekt Jakob Meves sowie den Projektpartnern BSF, CBF und Wicona.